Gero von Schröter veröffentlicht 250 Werke

Jung, dynamisch, kraftvoll – so könnte man Gero von Schröters Haiku-Gedichte beschreiben, wenn man Form und Themenspektrum näher betrachtet. Bisweilen wirken seine Texte auch codiert, der Schlüssel zum Textverständnis scheint dem geneigten Leser zu fehlen. Doch genau das scheint das Ziel zu sein: Textlektüre ist nicht die hermeneutische Suche nach dem Wort und Sinn des Dichters, sondern die poststrukturalistische Prämisse, dass jeder Leser Textsinn erst herstellt. Eine anspornende Aufgabe!


Mr. Bumble gewahrte

Soeben zum Waschen

Dadurch werden könne

Seiten des jungen

In seinen Ohren

Dicker als eine halbe

Daran und sagen

Gegen ihn erregt

Endlich aber schien

Stellte er seinen Hut

Bei ihm gesessen

In seinem Schreibtische

Art von Beistimmung

An den Galgen bringt

Geringen Ursache

Welt niemand zwingen

Mit Ihnen ein Wörtchen

Ganz ruhig bleiben

In die Lehre geben

Abende und gerade

Worten zu sagen

Können nicht schnell genug

Engen Grenzmarken

Dort schon jahrelang

Ziemlich lange Fahrt

Zeit zum Abfahren

Aus dem weiteren

Gerunzelte Stirn

Um ihretwillen

Allerdings nicht frei

Schwierigkeiten sehe

Alten Frau im Dienst

Geist ein Inventar

Auch ist die Handlung

Weit von ihm erblickte

In der schmutzigsten

Zum Stillstehen brachte

Mit seinem kleinen

Können und durch Regen

Ziemlich steilen Hügel

Gerade der richtige

Weibliche Dienerschaft

Menschen zu sehen

Verbrechen zwingen

Mit freudigem Stolze

Nur gar zu billig

Kissen und heftete

Stuhle hin und her

Ton ungebührlicher

Durch das kleine Fenster

Art in der neueren

Gegen die Alten

Anklagebank stand

Von den Ersteren

Bemerkte der alte Herr

Armen bezahle

Unter welcher Pein

Themseufer erbaut

Schwester Sterbebette

Nur wenige Stunden

Auch dieser lieben

Schwer zu verstehen

Blitz ist der Verein

Rief ein junger Herr

Anwesenden Frauen

nach seiner Ankunft

Auf Olivers Kopf

Ganz entschieden nicht

Schlossen ihn hier ein

Mit welchem der Jude

Hospitals haben

Auf alle Gebiete

Durch und durch verderbt

Als guten Lebens

Ohnmächtiger Bosheit

Leuten zu schaffen

Treppe hinaufstiegen

Bat mit schwacher Stimme

Durch das ebenso

Bekannt zu sein schien

Augenblicke entschlüpften

In ein Taschentuch

Scheint ein Jahrhundert

Durchaus keine Gefahr

Tages erhoben

Endlich durch Geschenke

Rechten Weg gebracht

Allein er liebte noch

Kopfschütteln beantwortete

In Erwiderung

Reinigen und so

In eine Seitengasse

Aber die ganze Zeit

Beobachtung entging

Weibliche Gesindel

Fragte die Stimme weiter

Minorität bleiben

Auf seinem Terrain

Lache an und ruf

So ganz verlassen

Mit Notwendigkeit

Heraus gegen Leute

Mr. Grimwig erblickte

Mit Kirchspielkindern

Haben sie soeben

Mehr zu erkennen

Gezwungenen Lächeln

Sache vors Parlament

Geschrei wiederholte

Von dem Geheimnis

Freut mich herzinnig

Abend gestorben

Klopfte des Knaben Herz

Schachtel verschwunden

Zu derselben Stunde

Angreifern gaben

Auf welche besagter

Leben gegeben

Kam gestern wieder

Halbes Jahrhundert

Vertrauen zu ehren

Hier sein Lager hat

Ausgesetzte Summe

Bedeckte ihn von Kopf

Aus seinem Gefängnis

Kindes erwiesen

Wie er die alten

Dienerschaft im Hause

Kurze Probezeit

Lichte hin und befahl

Unten nicht gesagt

Zwischen dem ersten

Vorsehung schlummere

Fast sinnlos immer

Kalten Verstandes

Von dem Gedanken

Mehr danach geforscht

Unterbrach und sagte

In freundlichem Tone

Stiller als eine Maus

Purpurrot vor Wut

Begann er endlich

In ihm brennenden

Wahrhaft zu lieben

Nachdruck auf die Worte

Von der dumpfen Luft

Herrschte im ganzen Hause

Noch ein Anliegen

Funkelnden Blickes

Besseres Dasein

Aus seinem Schlummer

Wieder in die Welt

In meiner Gewalt

In solche Aufregung

Beinen zu machen

Erwachte jedoch bald

Nach der Wand empor

Herzliche Töne fort

Geburt und Herkunft

In einem Garten

Aber schon wieder

Legte unter noch viel

In einer Grafschaft

Endlich entfernten

Durch den lauten Ruf

Kurzes Stillschweigen

Nur den Mut gehabt

Aus seinem Gefängnis

Von einem Fortschritte

Brot und ein Ganzes

Auf die Knie stemmend

Kraft seines Amtes

durch Milde und Nachsicht

Schwatzen und lachen

Himmel ist sehr fern

Von der jungen Dame

Lebendes Wesen

Darauf schaudernd dicht

Stritten und scherzten

Atemloser Hast

Lassen sie immer

Grauenvollsten Elends

Auf seine Erneuerten

Nach Hilfe zu rufen

Mit zitternder Hand

Befand er sich schon

Anger zurücklegen

So baumelt der Jude

Schon seit einer Stunde

Schreckliches Geheul

Hat ihren guten

Auf das strengste bewahrt

Allein fortsetzen

Auf einen Strohhalm

Fache des Einbrechens

Sah sich bisweilen

In welchem die Kutsche

Wohlverkorkte Weinflasche

Mehr den Widerspruch

Zuerst dargeboten

Schon auf Erden schauen

Gewisse Summe und noch

Gegenwart der Dame

Sinnend ins Feuer blicken

Mit einem Toten

Leiseste Zweifel

Rede zu vollenden

Stimme der jungen Dame

Von ihm befreien können

Nimmermehr sterben

Stets sehr schwerfallen

Erste ist eure Nummer

Durch Milde und Nachsicht

Doktor einen Tag

Mindestens eine Woche

Fester vor der Brust

Gedanken fassen

Altare der Alten

Selbe Augenblicke

Fluche und die Quelle

Von seiner Ekstase

Schlafend nicht wieder

Bösewicht gewechselt

Trunk reichen lassen

Vom Volk entrissen

Mit mehr Freundlichkeit

Sanft und geduldig

Geht obendrein noch

Neffen und Nichten

Durch ihr Aussehen

Schauerlich klingen müsste

Vielleicht Hoffnungen

Schuld zu entlasten

Mit dem einen Auge

Waschen oder Brauen

Plan aufgegeben

Selber zu nehmen

Etwaigen Irrtum

Stab zu dem Anschlage

Hierher gekommen

Einmal Mut und Lust

Ganzer Lebenslauf

Nur ohne den Versuch

Dann blickte er wieder

Schien noch zu schlafen

Abermals gelacht

Wieder angelangt

Noch am selbigen

Morgenstunde geklopft

Eben eine steile Treppe